Kompressionsstrümpfe werden häufig bei Krampfadern und anderen venösen Beschwerden eingesetzt. Durch den von außen ausgeübten Druck können sie die Venen unterstützen und den Rückfluss des Blutes aus den Beinen erleichtern.
Welche Strümpfe geeignet sind, hängt unter anderem von der Ausprägung der Beschwerden, der benötigten Kompressionsstärke und der richtigen Größe ab.
Bei Krampfadern schließen die Venenklappen teilweise nicht mehr vollständig. Dadurch kann sich Blut leichter in den Beinen stauen.
Kompressionsstrümpfe üben von außen Druck auf das Bein aus. Bei abgestufter Kompression ist dieser Druck am Knöchel am stärksten und nimmt nach oben hin ab.
Dadurch kann der venöse Rückfluss unterstützt und das Gefühl von schweren oder geschwollenen Beinen reduziert werden.
Die passende Stärke hängt davon ab, wie ausgeprägt die Beschwerden sind. Leichtere Stützstrümpfe können bei milden Beschwerden oder zur Unterstützung im Alltag angenehm sein.
Bei deutlicheren Krampfadern oder diagnostizierten venösen Erkrankungen kommen häufig medizinische Kompressionsstrümpfe infrage.
Mehr über Kompressionsklassen erfahren
Welche Kompressionsklasse sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Leichtere venöse Beschwerden können je nach Situation mit einer niedrigeren Kompressionsklasse behandelt werden. Bei stärker ausgeprägten Krampfadern kann eine stärkere Kompression erforderlich sein.
Bei diagnostizierten Venenerkrankungen sollte die Auswahl der Kompressionsklasse mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden.
Die Stärke eines Kompressionsstrumpfes wird häufig in mmHg angegeben. Diese Angabe beschreibt den ausgeübten Druck.
Je höher der mmHg-Wert, desto stärker ist grundsätzlich die Kompression. Entscheidend ist jedoch nicht allein ein möglichst hoher Wert, sondern eine zum individuellen Bedarf passende Stärke.
Was bedeutet mmHg bei Kompressionsstrümpfen?
Bei Kompressionsstrümpfen ist die richtige Passform entscheidend. Der Strumpf sollte eng und gleichmäßig am Bein anliegen, ohne starke Falten oder Druckstellen zu verursachen.
Zur Größenbestimmung werden insbesondere Knöchel- und Wadenumfang gemessen. Je nach Modell können weitere Maße erforderlich sein.
Anleitung: Kompressionsstrümpfe richtig messen
Welche Länge geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wo sich die Krampfadern befinden.
Befinden sich die Beschwerden überwiegend im Bereich von Unterschenkel und Wade, können knielange Kompressionsstrümpfe ausreichend sein. Bei Beschwerden oberhalb des Knies können Schenkelstrümpfe oder andere Ausführungen sinnvoll sein.
Bei medizinisch behandlungsbedürftigen Krampfadern sollte die passende Ausführung gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal ausgewählt werden.
Kompressionsstrümpfe werden häufig morgens angezogen und während des Tages getragen. Die genaue Tragedauer hängt vom Produkt, der Kompressionsstärke und der individuellen Situation ab.
Bei medizinischer Kompression sollten die Empfehlungen des behandelnden Fachpersonals beachtet werden.
Mehr über die richtige Anwendung von Kompressionsstrümpfen
Viele Kompressionsstrümpfe sind für das Tragen während des Tages vorgesehen. Ob sie auch nachts getragen werden sollten, hängt vom jeweiligen medizinischen Grund und von einer möglichen ärztlichen Empfehlung ab.
Kompressionsstrümpfe nachts tragen – was sollte man beachten?
Neben Kompressionsstrümpfen können Bewegung und regelmäßige Aktivität hilfreich sein. Gehen, Fußbewegungen und das Vermeiden sehr langer Phasen ohne Bewegung unterstützen die natürliche Muskelpumpe der Beine.
Bei stärkeren Beschwerden, Schmerzen, Hautveränderungen oder plötzlich auftretenden Schwellungen sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Krampfadern sind nicht immer nur ein kosmetisches Problem. Bei deutlichen Beschwerden oder Veränderungen sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Das gilt insbesondere bei: