Bei Kompressionsstrümpfen wird die Stärke des ausgeübten Drucks häufig in mmHg angegeben. Die Abkürzung steht für Millimeter Quecksilbersäule und ist eine Maßeinheit für Druck.
Je höher der mmHg-Wert ist, desto stärker ist grundsätzlich die Kompression. Die genaue Wirkung hängt jedoch auch von Passform, Material, Konstruktion und der richtigen Größe des Strumpfes ab.
Die Angabe in mmHg beschreibt den Druck, den ein Kompressionsstrumpf auf das Bein ausübt. Bei abgestuften Kompressionsstrümpfen ist der Druck in der Regel am Knöchel am stärksten und nimmt nach oben hin ab.
Dieses Prinzip soll den venösen Rückfluss aus den Beinen unterstützen.
Eine Angabe wie 15–20 mmHg bedeutet, dass der Strumpf innerhalb dieses Druckbereichs arbeitet. Solche Druckbereiche werden häufig verwendet, um verschiedene Stärken voneinander zu unterscheiden.
Andere Produkte können beispielsweise mit 18–21 mmHg, 20–30 mmHg oder anderen Bereichen angegeben sein.
Kompressionsstrümpfe werden nach unterschiedlichen Normen und Klassifizierungssystemen angeboten. Deshalb können die Druckbereiche verschiedener Marken voneinander abweichen, auch wenn die Produkte ähnlich eingeordnet werden.
Aus diesem Grund sollte man nicht nur auf die Bezeichnung einer Kompressionsklasse achten, sondern auch auf die konkrete mmHg-Angabe des jeweiligen Produkts.
Die Begriffe mmHg und Kompressionsklasse bedeuten nicht exakt dasselbe.
mmHg ist die konkrete Einheit für den Druck. Eine Kompressionsklasse fasst dagegen bestimmte Druckbereiche zusammen. Welche Werte zu welcher Klasse gehören, hängt vom verwendeten Standard ab.
Mehr über die verschiedenen Kompressionsklassen erfahren
Welche Kompressionsstärke geeignet ist, hängt vom Verwendungszweck und von den individuellen Voraussetzungen ab.
Wenn Sie unsicher sind, welche Stärke zu Ihrem Bedarf passt, lesen Sie unseren Ratgeber Welche Kompressionsklasse brauche ich?.
Die angegebene Kompression kann nur dann korrekt wirken, wenn der Strumpf richtig sitzt. Ein zu großer Strumpf kann zu wenig Druck ausüben, während ein zu kleiner Strumpf unangenehm eng sitzen kann.
Vor dem Kauf sollten deshalb insbesondere Knöchel- und Wadenumfang sorgfältig gemessen und mit der Größentabelle des jeweiligen Produkts verglichen werden.
Anleitung: Kompressionsstrümpfe richtig messen
Nein. Mehr Kompression ist nicht automatisch besser.
Die passende Stärke sollte zum jeweiligen Verwendungszweck und zur persönlichen Situation passen. Zu starke Kompression kann ungeeignet oder unangenehm sein, während eine zu geringe Kompression möglicherweise nicht den gewünschten Effekt bietet.
Bei Kompressionsstrümpfen finden Sie die Druckangabe häufig in der Produktbeschreibung, auf der Verpackung oder in den technischen Angaben des Herstellers.
Beim Vergleich verschiedener Modelle empfiehlt es sich, sowohl auf die mmHg-Angabe als auch auf die Kompressionsklasse und die Größentabelle zu achten.
Bei bekannten Gefäßerkrankungen, Durchblutungsstörungen, starken oder plötzlich auftretenden Schwellungen, Schmerzen oder Unsicherheit bezüglich der geeigneten Kompressionsstärke sollten Sie vor der Anwendung medizinischen Rat einholen.