Kompressionsstrümpfe sind in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Welche Kompression geeignet ist, hängt davon ab, warum die Strümpfe getragen werden, wie stark die Beschwerden sind und ob eine medizinische Empfehlung vorliegt.
Grundsätzlich gilt: Je höher der ausgeübte Druck, desto stärker ist die Kompression. Der Druck wird häufig in mmHg angegeben. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Ratgeber Was bedeutet mmHg?.
Leichte Stützstrümpfe werden häufig im Alltag verwendet. Sie eignen sich beispielsweise für Personen, die viel sitzen oder stehen, längere Reisen unternehmen oder ein angenehmes Gefühl von Unterstützung an den Beinen wünschen.
Diese Produkte haben in der Regel eine geringere Kompression als medizinische Kompressionsstrümpfe und gehören nicht immer zu einer offiziellen medizinischen Kompressionsklasse.
Kompressionsstrümpfe der Klasse 1 bieten eine vergleichsweise leichte medizinische Kompression. Sie werden unter anderem bei leichteren venösen Beschwerden eingesetzt und können beispielsweise bei müden oder schweren Beinen sowie bei beginnenden Venenproblemen verwendet werden.
Welche Produkte zur Kompressionsklasse 1 gehören, richtet sich nach der jeweils verwendeten Norm und der Druckangabe des Herstellers.
Die Kompressionsklasse 2 bietet eine stärkere Kompression als Klasse 1. Sie wird häufig bei deutlicheren venösen Beschwerden, Krampfadern oder nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt.
Da die Kompression deutlich stärker ist, ist eine korrekte Größenbestimmung besonders wichtig. Zu große Strümpfe können zu wenig Druck ausüben, während zu kleine Strümpfe unangenehm sitzen können.
Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Größe für Kompressionsstrümpfe bestimmen.
Es gibt auch Kompressionsstrümpfe mit höherer Kompression. Diese werden in der Regel bei ausgeprägteren medizinischen Beschwerden eingesetzt und sollten nach medizinischer Beratung ausgewählt werden.
Bei stärkeren Kompressionsklassen sind eine genaue Größenbestimmung und die korrekte Anwendung besonders wichtig.
Es gibt keine Kompressionsklasse, die für alle Anwender gleichermaßen geeignet ist. Entscheidend sind der Verwendungszweck und die individuellen Voraussetzungen.
Kompressionsklassen fassen bestimmte Druckbereiche zusammen. Die tatsächliche Stärke eines Produkts wird häufig zusätzlich in mmHg angegeben.
Deshalb ist es sinnvoll, beim Vergleich von Kompressionsstrümpfen nicht nur auf die Klassenbezeichnung, sondern auch auf die konkrete Druckangabe des Herstellers zu achten.
Mehr über mmHg bei Kompressionsstrümpfen erfahren
Kompressionsstrümpfe funktionieren nur richtig, wenn sie gut sitzen. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf Ihre Beine sorgfältig vermessen.
Je nach Modell werden unter anderem der Umfang am Knöchel, an der Wade und gegebenenfalls am Oberschenkel sowie die Beinlänge gemessen.
Zur Anleitung: Kompressionsstrümpfe richtig messen
Bei bekannten Gefäßerkrankungen, starken oder plötzlich auftretenden Schwellungen, Schmerzen, Durchblutungsstörungen oder Unsicherheit bezüglich der richtigen Kompressionsstärke sollten Sie vor der Anwendung medizinischen Rat einholen.
Das gilt insbesondere für stärkere medizinische Kompressionsklassen.